St. Goar, 17.01.2015, von THW

Langer Stau an der Loreley

Mehr als 200 Schiffe warten derzeit in Höhe St. Goar auf die Weiterfahrt. Grund für die Sperrung des Rheins ist ein mit 2.400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Schiff, das am Donnerstag havarierte und nun quer im Rhein liegt. Durch das Hochwasser können die wartenden Schiffe das Ufer nicht erreichen und ankern daher im Rhein. THW-Kräfte versorgen die Schiffer mit Grundnahrungsmitteln, die auf einigen Schiffen knapp werden.

Ein mit 2.400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Schiff ist am Donnerstag vor der Loreley gekentert.

Die Bootsleute informieren per Funk die Wasserschutzpolizei wenn beispielsweise Trinkwasser oder Grundnahrungsmittel zur Neige gehen. Anschließend füllen THW-Kräfte die Trinkwassertanks auf, besorgen die notwendigsten Lebensmittel und transportieren diese zu den Schiffern. 

Das Rheinhochwasser erschwert indes nicht nur die Bergung des havarierten Schiffes, sondern gefährdet auch die Stadt St. Goar. Bei einem Wasserstand von 6,88 Meter ist die Altstadt normalerweise überflutet – gemeinsam mit der Feuerwehr halten die THW-Kräfte mit dem Verbau von Betonteilen jedoch die Altstadt trocken. Außerdem pumpen die Einsatzkräfte mit zwei Hochleistungs- sowie mehreren Tauchpumpen das über die Kanalisation einströmende Wasser sofort zurück in den Rhein.


  • Ein mit 2.400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Schiff ist am Donnerstag vor der Loreley gekentert.

  • Ein LKW-Ladekran lädt einen 1.500 Liter Wassertank auf ein THW-Mehrzweckarbeitsboot.

  • THW-Kräfte des THW-Ortsverbandes Bendorf betanken die "Sanne" mit Trinkwasser.

  • Das Hochwasser erschwert die Bergung des havarierten Schiffes.

  • Ein THW-Kran hebt ein Feuerwehrboot ins Wasser.

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